Eine Kritik zu aktuellen Feminismen

 Den folgenden Essay schrieb ich in Anlehnung an einen Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung zum Thema „Erzählen“ an meiner Uni, in dem es um das Buch „I love Dick“ von Chris Kraus ging. Ich setze mich darin teilweise mit der als feministisch betitelten und hoch gelobten Erzähltechnik Chris Kraus‘ auseinander, frage mich jedoch in erster Linie  was für mich einen echten, gelingenden Feminismus ausmacht – nämlich einer, der den Mann genauso mit einbezieht und deshalb gar nicht mehr „Feminismus“ heißen sollte, sondern vielleicht eher  „Fusionismus“? 

 

Warum ich ein Problem mit der aktuellen populären Feminismus-Bewegung habe und trotzdem eine leidenschaftliche Feministin bin

Ich habe ein Problem mit dem Charakter von  Kampagnen wie #metoo und damit, dass an der Domäne eine Sexismus-Debatte in Gang gebracht wurde, die sich von vornherein gegen das männliche Geschlecht wandte und damit jeglichen gelingenden Austausch und vor allem gegenseitiges Verstehen verhinderte. Es ist ein Problem, dass wir Frauen (ich zähle auch mich dazu) in den meisten Fällen noch nicht aus der Ohnmacht der letzten Jahrhunderte erwacht sind und unsere eigene innewohnende Macht und Kraft nicht ergreifen, denn wir haben nun die Chance dazu.

Warum habe ich genannte Probleme mit diesen Aktionen? Weil ich glaube, dass sie das Thema nicht im Kern anpacken und dazu führen, dass wir, die Frauen, unsere Opferrolle weiter reproduzieren, anstatt aus ihr herauszutreten. Was also ist das Thema und dessen Kern? Das Thema ist die Forderung der Frau nach Gleichberechtigung gegenüber dem Mann. Fakt ist, dass die Frau viele Jahrhunderte in der Geschichte der Menschheit keine bis wenig Rechte hatte, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Fakt ist jedoch auch, dass diese Ära nun abgeschlossen ist und wir Frauen (zumindest auf der Nordhalbkugel) das Recht haben, zu leben, zu arbeiten, zu sprechen, zu schreiben, zu lieben – was auch immer. Abgesehen von den letzten Auswüchsen der Unterdrückung, die teilweise Ungleichheit der Gehälter zwischen den Geschlechtern, sind wir Frauen nun gleichberechtigt! Und damit sind wir beim Kern des Themas angelangt. Wir sind gleichberechtigt, aber verhalten uns noch, als wären wir es nicht. Was auch kein Wunder ist, nach der unfassbar langen Zeit der Unterdrückung; die eigene Unsicherheit und der Zweifel sind scheinbar noch tief in uns verwurzelt. Nun  finden wir uns, seit den ca. 1970er Jahren, als Frau in einer gänzlich neuen Situation wieder: Wir können und sollen nun wir selbst sein, sollen wissen was wir wollen, eigenständig sein und eine Frau (also weiblich?) sein.

Wir müssen nicht mehr ständig kämpfen!

Vor allem nicht gegen den Mann. Wir müssen nicht versuchen, den Mann zu ändern, denn Menschen können sich nur aus sich selbst heraus ändern. Anstatt den Blick des Mannes auf die Frau ändern zu wollen, kann die Frau ihren Blick auf sich selbst verändern. Wenn das geschieht, dann wird es von „dem Mann“ gesehen und dann lernt er, dann erfährt er sie als eigenständige, selbstbewusste Frau und dann behandelt er sie auch dementsprechend. Dieses Phänomen ist letztlich kein spezifisches zwischen „ihr“ und „ihm“, sondern der ganz natürliche Spiegel-Mechanismus der Selbstliebe und damit verbundenen Ausstrahlung, die auf andere wirkt.

Ich bekomme von vielen Männern sehr viel Respekt entgegen gebracht und sehr viel wohlwollende Anerkennung. Ich liebe es, mit Männern zusammen zu sein und ich liebe die Art, wie sie dich annehmen können, als die, die du bist. Deshalb bin ich manchmal lieber mit Männern zusammen, als mit Frauen, weil sie dich annehmen und Punkt. Wir Frauen neigen des Öfteren dazu, hinter dem Rücken schlecht über andere Frauen zu sprechen oder sie als Konkurrentin zu verteufeln. Wo herrscht hier mehr Zusammenhalt, unter Frauen untereinander oder unter Männern und Frauen? Ich habe bezüglich der aktuellen feministischen Bewegung manchmal ein Bild im Kopf, das mich fast schon ein wenig amüsiert. Darin gruppieren sich immer mehr Frauen, treffen sich auf Konferenzen, gründen Frauenclubs, -magazine, -lounges, was auch immer. Sie beraten und diskutieren, tauschen sich aus (was momentan gut und wichtig ist!) und wettern leider auch sehr viel gegen die Männer oder besser den Mann per se (war nicht Klischee- und Schubladendenken etwas, dem der Feminismus entgegen wirken wollte?) Und dann sehe ich neben all dem Trubel: die Männer. Und was tun sie? Nichts. Sie dulden all das friedlich, sie schauen zu, sie nicken manchmal und nicht selten fühlen sie sich auch gekränkt, weil sie diesem Bild des Mannes, das da so lautstark kritisiert wird, gar nicht entsprechen. Sie gucken sich all unsere kampfeslustigen Bemühungen an, respektieren sie, die einen mehr, die anderen weniger. Aber sie werden ihr Denken und ihr Verhalten erst ändern, wenn wir es ihnen vorleben, wie wir behandelt werden wollen. Indem wir uns selbst mit Respekt behandeln und den Mann ebenfalls. Versteht mich nicht falsch, wir brauchen Sisterhood Circles, Frauengruppen, aber solche, in denen wir uns gegenseitig bestärken und in unsere weibliche Urkraft treten! Getragen von Liebe und Güte, nicht von Hass, Wut und Angst. Dann ist der Punkt erreicht, wo Frauen und Männer wieder aufeinander zukommen, sich vereinigen können und das ist doch letztlich das Ziel. Momentan spalten wir uns vom männlichen Geschlecht ab und viele Frauen stehen auf Kriegsfuß mit den Männern. Es ist wohl ein rebellischer Akt und unausweichlich, dass er geschieht, aber genauso, dass er im Frieden beider Geschlechter miteinander mündet.

Warum denken viele Frauen, dass Männer nicht unter Sexismus leiden?

Vielleicht, und jetzt überspitze ich einige über den Mann verbreitete Vorurteile, weil einige Frauen denken: Der steckt das schon weg, er hat ja eh kaum Gefühle. Oder: Ich brauch nicht versuchen, es ihm zu erklären, er versteht es eh nicht, denn er ist ja nun mal schwanzgesteuert und nur auf meine Brüste fixiert. Es geschieht hier eine Reduzierung des Mannes auf nur ein Prinzip in ihm, nämlich das Männliche. Jeder Mann trägt jedoch auch das weibliche Prinzip in sich und das bedeutet: Auch Männer sind verletzlich, auch Männer wollen nicht auf die Größe ihres Genitals reduziert werden, auch Männer wollen vielleicht nicht den ganzen Tag arbeiten und sich beweisen müssen, auch Männer wollen nach einer Trennung ihr Kind öfter als nur einmal alle zwei Wochen zu Gesicht bekommen.

Das weibliche und das männliche Prinzip

Das bekannte chinesische Symbol des Yin und Yang steht für das weibliche (Yin) und das männliche (Yang) Prinzip, die sich, nicht abstoßen (!) sondern anziehen, sogar gegenseitig ergänzen. Das männliche Prinzip beinhaltet die aktive, gebende Kraft und das weibliche Prinzip die passive, nach innen gerichtete Kraft. Dabei ist jedoch in jeder Kraft ein Anteil der anderen Kraft enthalten, deshalb befinden sich die beiden Punkte im Symbol. Auf den Menschen bezogen bedeutet dies, dass jede Frau Anteile der männlichen Kraft in sich trägt und jeder Mann Anteile der weiblichen Kraft. Mir scheint, als hätten wir lange Zeit und bis heute in einer durch das Yang beherrschten Gesellschaftsstruktur gelebt, die vor allem nach Leistung und wirtschaftlichem Erfolg strebt und ausschließlich in Rationalität vertraut. Allmählich jedoch, beginnen wir auch dem Yin Beachtung zu schenken. Damit ist nicht nur die Emanzipation der Frau gemeint, sondern auch, dass Themen wie Seelsorge, Coaching, Therapie, Yoga, kurz Einfühlsamkeit mit sich selbst immer stärkere Aufmerksamkeit an sich ziehen und versuchen, der Selbstausbeutung des Menschen entgegen zu wirken. Dieses allmähliche „Erwachen“ der weiblichen Energie kann nicht nur den Frauen, sondern auch den Männern zu Gute kommen, nämlich, indem auch sie sich das Recht zusprechen, über ihre Empfindungen und ihre Bedürfnisse sprechen zu dürfen. Frauen hingegen könnten sich selbst das Recht zusprechen, auf ihre weibliche Kraft zu vertrauen, d.h., dass sie ihre Intuition nutzen und in Sensibilität und Emotionalität eine große Stärke und Intelligenz entdecken.

Als Mädchen fangen wir also früh an, uns dem vorherrschenden männlichen Prinzip anzupassen um quasi die „besseren Männer“ zu sein. Auch Männer leider unter diesem Druck der Gesellschaft, keine Frage. Was also das gesellschaftliche Bewusstsein braucht, ist einen intrinsischen Wandel, eine Integrierung des weiblichen Prinzips bzw. der weiblichen Eigenschaften in unsere alltägliche Lebenswelt. Dies ist eine herausfordernde Aufgabe, denn es bedarf eines radikalen Umdenkens, um zu erfahren, dass das Wertgefühl des Menschen nicht mehr nur von äußerem Erfolg, Einkommen, wirtschaftlicher Leistung, Statussymbolen oder emotionaler Stabilität abhängig ist, sondern genauso stark über geistige und emotionale Leistungen definierbar ist wie der Kraft der Intuition, der Gefühle, der Selbstsorge, der Sorge um andere, des Ausstrahlens von Liebe oder der gelingenden Kommunikation. Herausfordernd ist dieser Umbruch deshalb, weil es sich um Werte und Fähigkeiten handelt, deren Ausübungen immateriellen Charakter haben und nicht in Bilanzen aufgerechnet oder in den Lebenslauf geschrieben werden können. Weil wir uns momentan noch in einer Epoche befinden, in der wir arbeiten um zu leben und nicht leben um zu arbeiten.

Ein schönes Beispiel dazu: Wenn man jemanden kennen lernt, lautet eine der ersten Fragen immer: Und was machst du so? Ich reagiere in den meisten Fällen mit einer seit einiger Zeit erprobten und standardisierten Antwort: Ich studiere Philosophie und Literatur in Hildesheim, also, Literatur eher im praktischen Sinne… Blablabla. Und du? Und jedes Mal denke ich: Ja, toll. Aber das bin ja nicht ich. Das ist was ich mache. Aber es ist noch nicht mal was ich mache, es ist nur einer der Wege, die ich aus einer langen Reihe von Wegen aussuchen durfte, die mir die Gesellschaft für ein ökonomisch wertvolles bzw. gelingendes Leben vorschreibt. Wer ich wirklich bin, was mich beschäftigt, wofür ich brenne, was ich heute fühle, was für Beziehungen ich führe, das ist doch das Schöne und Spannende an meinem Leben, davon will ich anderen berichten, das will ich von anderen hören, das will ich mit anderen teilen. Fantastisch ist es natürlich, wenn der Beruf oder die Ausbildung das sind, wofür wir brennen und uns erfüllen. Ich glaube daran, dass solche Übereinstimmungen von Beruf und Leben nicht Phänomene vereinzelter glücklicher Menschen bleiben müssen, sondern, dass dies der Normalzustand wird, wenn der Mensch anfängt seine Intuition stärker wahrzunehmen, seine Visionen zu sehen und an sie zu glauben, sie in Taten umwandelt und dies nicht aus Zwang sondern Liebe tut. So, dass sich der Mensch nicht am Ende seines Lebens mit kaputtem Rücken und innerer Leere fragen muss, wofür er sein ganzes Leben eigentlich geschuftet hat, sondern, dass er zurück blickt und sagen kann: So würde ich es immer wieder machen. Dem Verfolgen der eigenen Intuition und der eigenen Träume wird in dieser Gesellschaft wenig Vertrauen geschenkt, aus Angst, im durch die Leistungsgesellschaft gehetzten und nach finanzieller Sicherheit strebendem Takt nicht mithalten zu können. Um seine Intuition wahrzunehmen bedarf es öfter Mal der Stille, der Entspannung und des Insichgehens, stattdessen erwartet uns der Lärm und das Getöse der auf uns einströmenden Informationen und Bilder, innerer Stress und die Angst vor der Stille mit uns selbst.

Was sind feministische Akte für mich?

Meine eigenen Visionen in Taten umzusetzen. Mich zu anderen Frauen nicht in Konkurrenz, sondern in Unterstützung, Zusammenhalt und Mitgefühl üben. Komplimente von Männern als Kompliment und nicht als Sexismus oder Beleidigung aufzufassen. Ich bin glücklicherweise noch nie in die Situation gekommen, dass ich mich von einem Mann ernsthaft bedroht gefühlt habe. Trotzdem habe ich unzählige Situationen, vor allem auf Parties erlebt, in denen ich von Männern angetanzt und gegen meinen Willen angefasst wurde. Klar, das nervt tierisch. Aber es ist deine eigene Angelegenheit, ob du dich dadurch zutiefst verletzt und als Frau auf deine körperlichen Aspekte degradiert fühlst. Oder ob du ihm einfach ins Gesicht sagst, dass er damit nun aufhören kann und du dich über so viel taktloses Flirten bei scheinbar unerschütterlichem Selbstbewusstsein nur amüsieren kannst.

Weitere Dinge, die mich in meiner Weiblichkeit und meinem Sein bestärken: Nackt vorm Spiegel tanzen. So lange, bis du merkst: Das bin ich, ich bin eine Frau und ich bin lebendig! Zeit mit mir selbst verbringen, gut zu mir sein, mich richtig geil finden. Mein Vorschlag für wertvolle feministische Strategien sind deshalb: Gegenseitige Unterstützung, Empowerment, radikale Selbstliebe. Auch, wenn ich mich mit Krauss‘ Handlungsmustern und ihrem Abhängigkeitsverhältnis den Männern gegenüber nicht identifizieren möchte, sehe ich ihren Schreibstil als eine angemessene feministische Kunstform. Die „performative Inszenierung des Subjekts“ besteht dabei in der schonungslosen Ehrlichkeit, die eigenen Gefühle und das eigene Innenleben preiszugeben, sich somit verletzlich und mutig zu zeigen.

Feministische Erzählarten á la Chris Kraus

Die Beobachtungen und detaillierten Beschreibungen der eigenen Unsicherheit und Selbstzweifel werden zur Ästhetik der eigenen imperfekten Vollkommenheit. Warum sie zu Schwäche und Fehlern der Persönlichkeit degradieren, warum sich selbst verneinen, wenn man auch den umgekehrten Weg gehen kann? In der schonungslosen Offenheit und Mitteilung der Ängste, Zweifel und Sehnsüchte einer Frau liegt ihr Anliegen nicht etwa auf Verständnis bei den Männern zu hoffen, sondern viel mehr auf Gleichgesinnte unter Frauen zu stoßen und sich gegenseitig zu unterstützen. Vielleicht sind sich einige Frauen darüber bewusst, dass die Selbstzweifel kein Ende finden werden und der einzige Weg, sich von ihnen nicht mehr dominieren zu lassen, ist, ihnen den nötigen Respekt zu zollen und sie immer öffentlicher zu thematisieren und anzuhäufen, sodass ihre innewohnende Banalität zum Vorschein tritt. Dabei ist jedoch die Gratwanderung zwischen der performativen Echtheit und dem Reproduzieren der eigenen Opferrolle sehr schmal. Die Kunst, nicht in einer deprimierend aussichtslosen Dokumentierung der eigenen Defizite zu enden, liegt wohl darin, ebenso von den eigenen ganz persönlichen Erfolgen zu erzählen. Dem Erzählprozess sollte eine fortwährende Reflexion des bereits beschriebenen Innenlebens zugrunde liegen, sodass eigene Entwicklungen und Spiegelungen hervortreten, eventuell ein neues, anderes Selbstbewusstsein entsteht. So, dass die performative Inszenierung des Subjekts schließlich nicht die Selbstdegradierung, sondern die Selbstachtung und –erhöhung zum Ziel hat.

Ähnliche feministische Erzählarten lassen sich in aktuellen TV- bzw. Internet-Serien beobachten, wie z. B. Girls oder in meiner favorisierten Serie Broad City. Die Serie ist, wie ich finde, in erster Linie extrem witzig, sie als feministisch zu bezeichnen, kam mir zunächst nicht in den Sinn. In der medialen Diskussion jedoch wird ihr dieses Attribut zugeschrieben und ich denke, es hat seine Berechtigung. Was die beiden Hauptdarstellerinnen Illana und Abbi auf eine sehr erfrischende Weise von unzähligen anderen weiblichen Charakteren, vor allem amerikanischer Serien, unterscheidet, ist die strikte Verweigerung der Entsprechung jedes bis dato existierenden (weiblichen) Ideals. Die beiden New Yorkerinnen streunen durch die Straßen der Großstadt, rauchen Joints und „scheitern“ auf allen gesellschaftlich etablierten Ebenen des Status quo, der gelungenen Beziehung, der perfekten Figur und der Beliebtheit bei anderen. Ihr Alltagsleben ist scheinbar sinnlos und doch so wahnsinnig sympathisch und kreativ. Im Mittelpunkt ihres Lebens und der Serie steht die starke Freundschaft der beiden Frauen. Bewundernswert ist das eigensinnig ausgelebte Freiheitsbedürfnis von Ilana mit dem sie dem allgegenwärtigen Leistungszwang den Mittelfinger zeigt. Indem sie während der Arbeitszeit auf der Toilette ein Nickerchen hält oder unbezahlte Mitarbeiter einstellt, riskiert sie ständig gefeuert zu werden und treibt ihre Chefs zur Weißglut. Sie scheint wenigen inneren und äußeren Zwängen zu unterliegen, ist nicht immer die Selbstsicherheit in Person, aber stellt sich nicht permanent selbst in Frage und steht zu sich und ihrer Verrücktheit, für die man sie nur lieben kann. Im Gegensatz zu der Serie Girls, die mich schon nach kurzer Zeit aufgrund des neurotischen Dauerleidens der jungen Frauen mehr deprimiert als motiviert hat, sind Ilana und Abbi meines Erachtens nach zwei sich gegenseitig pushende Power-Frauen, vor allem wenn man bedenkt, dass sie nicht nur die Hauptdarstellerinnen, sondern auch Erfinderinnen und Autorinnen der genialen Serie sind.

Zusammengefasst sei gesagt: Wir befinden uns in einer äußerst spannenden Zeit eines sich vollziehenden Wandels, der wohl in einem kurzen Menschenleben nur leicht bemerkbar, aus evolutionärer Perspektive jedoch sehr groß ist. Letztlich schreiten wir in einem rasenden Tempo voran, wenn man bedenkt, dass ich noch vor einer die Zivilisationsgeschichte betreffenden mikroskopischen Zeitspanne von circa hundert Jahren als Frau keine Universität hätte besuchen dürfen. Ich denke, es ist hilfreich, diese evolutionären Entwicklungen bei seinen feministischen Intentionen im Hinterkopf zu behalten, um nicht an der Wut auf den Mann oder sich selbst zu verbittern, sondern den Fokus auf den Zusammenhalt und die bedingungslosere (Selbst-)Liebe zu richten.

 

Quellen: Einige der Gedanken zum weiblichen und männlichen Prinzip sowie den Ideen zu einem neuen Feminismus stammen von der tollen Kaja Otto, die Menschen dabei hilft, ihre eigene Wahrheit zu finden.

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