„It’s only important, that you love being yourself.“
Ich bin ohne Partnerschaft seit drei Jahren und zwei Monaten. Und ich realisiere von Tag zu Tag, was für ein Geschenk diese Zeit ist. Sie ist eine Initiation. Eine heilige Zeit der Selbstverwirklichung, des Fokus, der Heilung, des Wachsens und vor allem eins: des Freiseins in meinem eigenen (energetisch und emotional) ungestörten Raum. Noch nie in meinem Leben war ich so lange nicht in irgendeiner zwischenmenschlichen Dynamik verwickelt. Von niemandem emotional abhängig, niemandem etwas „schuldig“… Meine Worte beschreiben Erfahrungen vergangener, mitunter ungesunder Beziehungsmuster und es waren die Erfahrungen, die ich machen sollte. But it will be different in the future. It is different now.
Diese Zeit ist eine so prägende und wichtige in meinem Leben und Gott lässt mich momentan ganz bewusst keine potenziellen Partner treffen, denn es ist schlichtweg nicht an der Zeit. Alles hat seine Zeit. Und genau deswegen hab ich von Anfang an gespürt, dass es keinen Sinn macht, wie wild in Dating Apps auf die Suche zu gehen. Wer suchet, der findet, aber eben nicht immer das Richtige – sondern wahrscheinlich einen weiteren Lückenfüller. If it’s not a yes, it’s a no – hart, aber wahr. Kümmere dich doch erstmal um dich selbst. Dein Glück. Dein Heiligtum in dir.
Alles hat seine Zeit und dies ist meine heilige Zeit in meinem Raum. In den ersten zwei Jahren sehnte ich mich immer mal wieder – mitunter sehr stark – nach einer Verbindung, einer wohltuenden Begegnung mit einem Mann. Einem Seelenverwandten – denn genau das waren meine beiden großen Beziehungspartner gewesen. Als ich sie traf, öffnete sich ein neues Portal, eine neue Dimension in meinem Leben und eine Reise begann, die vorherbestimmter nicht hätte sein können. Es waren zwei große Geschenke in meinem Leben und eins davon brachte das dritte große Geschenk hervor, meinen heute fast sechsjährigen Sohn. Geschenke über Geschenke und nicht weniger „erwarte“ ich von der nächsten Partnerschaft. Doch darf ich dazu innerlich auch bereit sein.
Kommen wir zurück zum Ursprung dieser leisen Sehnsucht der ersten zwei Single-Jahre. Es war eine Sehnsucht dessen Ursprung ein tief empfundener Mangel ist und eine leise Stimme, die sagte: Wenn er endlich in dein Leben tritt, dann wirst du dich ganz fühlen. Dann werden diese Teile wieder zum Leben erweckt, die du nicht von selbst in dir lebendig machen kannst.
Seit einiger Zeit nun ist diese Sehnsucht nach der anderen „Hälfte“ erloschen und auch das stille Hoffen hat aufgehört. Denn in mir hat sich die Entlarvung der Illusion vollzogen. Ich habe akzeptiert, dass ein Partner nicht in mein Leben tritt, damit alles gut wird. Das ist wohl eines der größten Luftschlösser, welches sich im Bewusstsein (von Einheit) der neuen Zeit auflöst. Früher hat vieles irgendwie so funktioniert und Paare haben ihre dysfunktionalen Muster (unterbewusst) über Jahre vor sich hingelebt. Doch das ist nicht mehr möglich in der neuen Energie (es sei denn, du willst die Hölle auf Erden erleben). Gott sei Dank.
In der Dualität projizierte ich auf exzellente Weise all meine Kraft, Grandiosität und Fähigkeiten auf meinen Partner. Ebenso natürlich die Dinge, die ich an mir ablehnte. Was neben einem verzerrten Bild meiner Person und ebenso meines Partners natürlich auch zu einem Ungleichgewicht und einer Hierarchie innerhalb der Beziehung führte.
Diese heilige Zeit für mich ist so wichtig und eben heilig, weil Gott möchte, dass ich all die auf meinen Partner projizierten (grandiosen) Anteile wieder in mir selbst erkenne.
Weißt du, wie absolut essentiell es für eine Frau ist, ihren eigenen Raum zu haben, diesen ungestörten – sowohl äußeren, als auch INNEREN – Raum? It’s where we create our magic.
Wenn ich mich an die Zeit meiner beiden großen Beziehungen erinnere, die insgesamt knapp acht Jahre verliefen und an die ich voller Liebe und Dankbarkeit zurückdenke, dann wird mir dabei bewusst, wie viel Zeit zu zweit verbracht wird. Und dass da immer ein Filter über meiner Wahrnehmung war, denn ich war nie 100%ig in meinem Raum. Immer auch ein wenig – oder sehr stark – im Raum des anderen. Und automatisch in dem zwischen uns fortwährend vibrierenden Beziehungsfeld. Natürlich kann dieses Feld ungemein bestärkend und die positiven Kräfte potenzierend sein – oder das Gegenteil ist der Fall.
Es ist so wohltuend mir zu lauschen. Nur mir.
Und der Wind dieser Freiheit… er kann – an manchen Tagen – wirklich absolut berauschend sein.
Ich habe mir so viel aufgebaut die letzten drei Jahre. So viel wie nie zuvor. Magisches passierte. Es war ab einem gewissen Punkt sehr wichtig, allein weiterzugehen, denn ich hätte diese Entwicklungsschritte nicht innerhalb der Beziehungen machen können. Im Kern bestand ihre Basis darin, dass ich glaubte, einen Retter zu brauchen. Jemanden der mich auffängt und hält. And my innermost self is craving just for one thing: safety. But I learned how to gift that to myself. I still do.
Ich habe so viel gelernt die letzten drei Jahre. Vor allem über mich selbst und wie ich stabiler, ganzer und einfach (von mir selbst) erfüllt sein kann. Durch: die Dinge tun. Durch: meine Berufung leben, der Tanz mit den Kindern. Durch: berufliche Selbstständigkeit; Geld verdienen mit dem, was sich nicht nach Arbeit anfühlt, sondern nach Freude, das mir Kraft gibt und nicht nimmt – so, wie sich Berufung eben anfühlt. Durch: mein Herz mehr und mehr öffnen.
Und so ist dies eine exquisite Zeit, ein Abschnitt, an den ich später oft zurückdenken werde – in Liebe, in Demut, in tiefer Dankbarkeit – an diese Initiation zu der Königin, die ich bin in Wahrheit.
Das Leben will dich nie bestrafen, nie benachteiligen und es hat dich auch nicht vergessen. Es will nur, dass du erkennst, dass alles wonach du immer in einer Beziehung, einem Mann oder irgendwo da draußen gesucht hast, nur an einem Ort zu finden ist – inside your innermost fucking self ❤